Baujagd
Grundsätzlich kann hier gleich von Anfang an angemerkt werden, dass die sogenannte Baujagd, die auch als Bodenjagd bezeichnet wird, in ihrer Funktion mit dem Hund steht oder fällt.
Welche Hunde werden bei der Baujagd verwendet?
Grundsätzlich kann hier gleich von Anfang an angemerkt werden, dass die sogenannte Baujagd, die auch als Bodenjagd bezeichnet wird, in ihrer Funktion mit dem Hund steht oder fällt. Man kann hier also durchaus so weit gehen, zu sagen, dass eine Baujagd nur mit den passenden Hunden funktionieren kann. Dabei werden hier spezielle Erdhunde eingesetzt, wobei vor allem der Terrier und der Teckel als Spezialist für die Bodenjagd gelten. Eine besondere Form dieser Jagdart ist aber auch das Frettieren, bei dem Kaninchen von domestizierten Iltissen, – also von Frettchen – im Bau gejagt werden. Zudem kann noch festgehalten werden, dass es sich bei der Baujagd um eine der wichtigsten bzw. gängigsten Jagdarten bei der Jagd auf Füchse oder auch Dachse handelt.
Welches Wetter eignet sich am besten für die Baujagd?
Unter Jägern gibt es in Hinblick auf das passende Wetter zur Baujagd oder Bodenjagd immer einen Grundsatz und einen Spruch, der lautet: „Sauwetter ist Bauwetter“. Nun kommt das Sauwetter im Jagdlatein auch noch anderweitig vor, allerdings bei der Baujagd besagt es, dass dieses Wetter optimal geeignet ist, um auf Fuchs oder Dachs zur Jagd zu gehen. Natürlich kann aber auch bei gutem Wetter auf Bodenjagd gegangen werden, allerdings sollte unabhängig vom Wetter immer auf die Einhaltung folgender Regeln geachtet werden:
- Die beste Jahreszeit ist der Winter, wobei hier vor allem die Monate November, Dezember, Januar und Februar genutzt werden sollten.
- Füchse und Dachse bleiben bei schlechtem Wetter im Bau. Daher lohnt sich die Erdjagd vor allem bei Tauwetter, aber auch bei nasskaltem Wetter, Wind und bei Schneestürmen.
- Wer an sogenannten Naturbauten jagen möchte, sollte auf das nötige Schanzzeug achten. Nur so kann ein eventueller Einschlag durchgeführt werden.
- In jedem Fall ist die Baujagd immer gut vorzubereiten. Hier ist in erster Linie an eine nötige Kontrolle der Einfahrten bei Schnee zu denken. Im Herbst sollten bereits Sichtschneisen und Schussschneisen geschlagen werden. Zudem ist ein sogenannter Fuchsbaukataster nötig. Darüber hinaus gehört zu einer Bodenjagd immer auch ein größerer Hund, der einen Fuchs, der eventuell nur angebleit wurde, auch fassen kann.
Welche Regeln gelten beim Ablauf einer Baujagd?
Zu den oben genannten Aspekten kommen aber immer auch noch die Grundregeln hinzu, die bei jeder Baujagd oder Bodenjagd zu beachten sind. Wer sich also an einer solchen Jagd beteiligen bzw. an ihr teilnehmen möchte, sollte die Grundregeln der Bodenjagd unbedingt kennen und berücksichtigen. Dazu gehören folgende Punkte:
- Immer so weiträumig abstellen wie irgend möglich, denn bei einer solchen Jagd gilt immer der Grundsatz, dass lieber wenige und dafür sehr gute Schützen als viele schlechte Schützen beteiligt sein sollten.
- Gerade bei dem sprichwörtlichen Sauwetter ist auch die eigene Sicherheit wichtig. Hier gilt es immer auf einen sicheren Anstand und vor allem auf eine mögliche Rutschgefahr zu achten, sodass auch die Waffe erst dann geladen wird, wenn der Schütze bzw. der Jäger sicher steht. Zudem ist nach dem Einschliefen immer in Voranschlag zu gehen.
- Die Windrichtung ist wichtig! Auf diese sollte immer bereits vor dem Angehen und Anstellen geachtet werden.
- Darüber hinaus ist beim Angehen und Anstellen auf absolute Ruhe zu achten. Hier kommt übrigens der Spruch her: Ruhe im Bau!
- Der Jäger oder die Jägerin hat zudem immer auf ein gutes Sicht- und Schussfeld und vor allem ist auf die Nachbarschützen zu achten.
- Am Bau ist zudem immer nur mit einem Hund zu arbeiten oder aber mit einem eingespielten bzw. eingearbeiteten Gespann.
- Es ist besonders wichtig, nie mit mehreren Hunden zu arbeiten, die sich nicht kennen und nicht wissen, wie sie untereinander reagieren und zusammenarbeiten sollen. Auch nach dem Springen und dem Erlegen des Fuchses ist zudem immer auf den Hund zu warten, denn gerade während der Ranz besteht auch die Möglichkeit, dass sich mehrere Füchse in einem Bau aufhalten.
Jäger und Jägerinnen, die sich an diese Regeln halten, werden aber ganz sicher immer erfolgreich an einer Bodenjagd teilnehmen und auch zu den gern gesehenen Jagdteilnehmern einer Jagdgesellschaft gehören. Weiterhin empfiehlt es sich für Teilnehmer, die erstmals an einer solchen Jagd teilnehmen, viel zu beobachten und sich im Vorfeld auch über eventuell abweichende Besonderheiten im Ablauf zu erkundigen, die möglicherweise über die genannten Aspekte hinausgehen.
Gibt es Risiken bei der Baujagd, die der Jäger kennen sollte?
Die Risiken, die bei einer Bodenjagd entstehen können, betreffen in erster Linie den Jagdhund und weniger den Jäger, denn hier sei einfach mal davon ausgegangen, dass jeder Jagdteilnehmer mit den natürlichen Regeln einer Jagd auch vertraut ist. Auf eventuelle Risiken der eigenen Sicherheit soll hier deshalb nicht eingegangen werden. Risiken für den Jagdhund können allerdings dann entstehen, wenn sich Fuchs und Jagdhund oder eben Dachs und Hund im Bau verbissen haben und ein Einschlag des Baus nötig wird bzw. ein neuer Bau gegraben werden muss, um dem Hund zu Hilfe zu kommen.
Fazit
Letzten Endes bleibt also noch zusammenfassend anzumerken, dass bei einer Bodenjagd oder Baujagd verschiedene Faktoren eine Rolle spielen können, auf die der Jäger oder die Jägerin achten sollte. Neben dem grundsätzlichen Ablauf und den möglichen Risiken einer Baujagd gehören dazu vor allem die folgenden drei Aspekte:
- die passenden Hunde und eventuelle auch Hundegespanne, die einzusetzen sind
- die Jahreszeit und das optimale Wetter für diese Jagdform, und
- die Regeln, die bei einer Bodenjagd einzuhalten sind und deren Kenntnis daher auch von jedem teilnehmenden Jäger erwartet wird.