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Die neue icu cam go: Was leistet die kompakte 4G-Wildkamera für 149 Franken?

 

Mit der icu cam go bringt ICU CLOM ein Modell auf den Markt, das genau an diesen alltäglichen Problemen ansetzt. Mit einem Einstiegspreis von 149 Franken setzt die Kamera ein deutliches Ausrufezeichen im Segment der 4G-Fotofallen. Wir haben uns die Technik, die Besonderheiten und die Einrichtung im Detail angesehen.

Der optische Ansatz: 45 Grad statt Fischaugen-Effekt

Bei vielen Wildkameras werben die Hersteller mit extremen Weitwinkeln. Was auf den ersten Blick nach viel Übersicht aussieht, erweist sich beim Ansprechen von Wild oft als Ärgernis. 

Die icu cam go nutzt bewusst ein 45-Grad-Objektiv mit normalem Blickwinkel. Das Bild wirkt natürlich und unverzerrt. Du siehst das Wild so, wie du es auch durch ein Fernglas auf kurze Distanz wahrnehmen würdest.

In Kombination mit dem Sensor entstehen tagsüber wie nachts hochauflösende 8-Megapixel- beziehungsweise 4K-Fotos. Wenn ein Stück Schwarzwild auf 20 Meter anwechselt, liefert die Aufnahme ausreichend Schärfe, um Details wie die Pinselquaste oder den Strich sauber zu erkennen.

Dank der schnellen Auslösezeit von 0,35 Sekunden steht das Wild im Normalfall mitten im Bild. Leere Auslösungen, bei denen das Tier bereits wieder aus dem Erfassungsbereich gezogen ist, gehören damit weitgehend der Vergangenheit an.

Unsichtbares Licht und neue Antenne

In der Nacht arbeitet die Kamera mit 52 Schwarzlicht-LEDs im Wellenlängenbereich von 940 Nanometern. Dieses Licht ist für Schalenwild völlig unsichtbar. Weder ein alter Keiler noch das heimliche Rotwild werden durch ein rotes Glimmen gewarnt.

Gegenüber früheren Modellen der Serie leuchtet die ICU CamGo das Umfeld spürbar kräftiger aus. Bis zu 25 Meter weit reicht der Infrarotblitz, ohne dass der Vordergrund zu einer weissen Fläche überstrahlt wird.

Für die Datenübertragung setzt das Gerät auf eine Kombination aus 4G- und 2G-Empfang. Die neu konstruierte Antenne verbessert die Signalstärke um rund 30 Prozent. Gerade in tiefen Gräben, dichten Nadelholzbeständen oder abgelegenen Berglagen, wo das Handynetz lückenhaft ist, sorgt das für eine stabile Verbindung. Die fest integrierte eSIM bucht sich dabei automatisch in das stärkste verfügbare Mobilfunknetz ein. Du musst weder eine Schweizer Prepaid-Karte kaufen noch dich um Roaming-Einstellungen kümmern, wenn du grenznah jagst.

Ein Gehäuse im Digital Camouflage Muster lässt die Kamera an der Rinde von Fichten, Buchen oder Eichen optisch verschwinden. Das schützt nicht nur vor neugierigen Blicken von Spaziergängern, sondern senkt auch das Diebstahlrisiko.

Videoabruf und Multi-Shot direkt auf dem Smartphone

Häufig reicht ein einzelnes Standbild nicht aus. Ein Keiler zieht zügig durchs Unterholz, der Bildausschnitt zeigt nur den halben Körper, und das Geschlecht lässt sich nicht zweifelsfrei bestimmen.

Hier bietet die icu cam go zwei Funktionen, die den Alltag erleichtern:

  1. Die Multi-Shot-Funktion: Du kannst einstellen, dass die Kamera bei Auslösung eine Serie von 1 bis 9 Fotos hintereinander aufnimmt und direkt an die App sendet. So siehst du die gesamte Bewegungssequenz aus verschiedenen Winkeln, ähnlich wie bei einem kurzen Video, aber mit deutlich geringerem Energieverbrauch.

  2. Videoübertragung auf Abruf: Brauchst du Gewissheit über das Verhalten am Platz, forderst du das aufgezeichnete Video einfach über die ICU CLOM App an. Die Datei wird direkt auf dein iOS- oder Android-Smartphone übertragen, sodass du dir die Szene in bewegten Bildern ansehen kannst.

Schluss mit Fehlalarmen: Die Smart Detection Zone

Jeder kennt das Problem: Der Wind frischt auf, die Äste einer Eberesche geraten in Schwingung, und das Mobiltelefon meldet im Minutentakt Auslösungen.

In der ICU CLOM App lässt sich dieses Problem mit der «Smart Detection Zone» lösen, die für Nutzer der Plus- und Premium-Tarife verfügbar ist. Du nimmst das aktuellste Bild der Kamera als Vorlage und legst mit vier Punkten einen exakten Rahmen über den Bereich, den du überwachen willst. Das kann der eigentliche Wechsel, eine Suhle oder eine Salzlecke sein.

Alles, was sich ausserhalb dieser vier Punkte bewegt, ignoriert die Kamera. Schwankende Zweige im Wind oder vorbeifahrende Traktoren auf dem Waldweg lösen keine Benachrichtigung mehr aus.

Die Stromversorgung: Vom Ansitz bis zum Dauerbetrieb

Wer im Winter bei minus 15 Grad schon einmal eingefrorene Batterien aus einer Wildkamera gefingert hat, weiss, wie wichtig eine verlässliche Energiequelle ist. Die Anti-Beschlag-Linse und das wetterfeste Gehäuse der icu cam go sind für Temperaturen von minus 25 Grad bis plus 60 Grad ausgelegt.

Beim Strom hast du drei Möglichkeiten:

  • Klassischer Batteriebetrieb: Im Lieferumfang nutzt die Kamera herkömmliche AA-Batterien. Für milde Monate und Reviere in Wohnortnähe reicht das völlig aus.

  • ICU CLOM PowerPack: Dieser externe Lithium-Ionen-Akku verlängert die Laufzeit um bis zu sechs Monate. Bei frostigen Temperaturen bricht die Spannung im Gegensatz zu normalen Batterien nicht ein.

  • ICU CLOM SolarCell Pro: Wer die Kamera an schwer erreichbaren Orten montiert und den Bestand nicht durch Kontrollgänge beunruhigen will, kombiniert sie mit dem Solarmodul. Mit seinem eingebauten 5,2-Watt-Akku sorgt das Panel für eine praktisch unbegrenzte Laufzeit.

Schritt für Schritt: Die Inbetriebnahme

Die Erstinstallation ist bewusst simpel gehalten. Die Kamera wird bereits mit einer 16-GB-SD-Karte geliefert, du kannst also direkt nach dem Auspacken starten. Wer mehr Speicher benötigt, kann Karten mit einer Kapazität von bis zu 128 GB einsetzen.

  1. App herunterladen: Installiere die ICU CLOM App auf deinem Smartphone. Sie steht in sieben Sprachen zur Verfügung, darunter Deutsch, Französisch und Italienisch.

  2. Speicher und Strom einsetzen: Lege die mitgelieferte SD-Karte und die Batterien in das Gehäuse ein. Schraube die Antenne oben handfest auf das Gehäuse.

  3. In den Setup-Modus schalten: Stelle den Schalter im Gehäuse auf die Position «SETUP». Das Display schaltet sich ein und zeigt nach kurzer Zeit einen QR-Code an.

  4. Kamera koppeln: Öffne die App, wähle «Kamera hinzufügen» und scanne den QR-Code vom Bildschirm der Kamera ab. Die Einbindung in dein Benutzerkonto erfolgt automatisch.

  5. Standort wählen und scharfstellen: Bringe die Kamera am gewünschten Baum an. Schiebe den Schalter auf «ON» und schliesse das Gehäuse. Die Kamera ist nun einsatzbereit.

Einstellungen wie Auslöseintervall, Multi-Shot oder Bildqualität lassen sich später jederzeit aus der Ferne über die App anpassen, sofern du einen entsprechenden Funktionstarif nutzt.

Die Abrechnung: Flexibel über COINs oder Monatstarife

Ein grosser Vorteil des ICU CLOM Systems ist die Kostenkontrolle. Du bist nicht an starre Telefonverträge gebunden.

Über das hauseigene COIN-System zahlst du nur für die Bilder und Videos, die du tatsächlich anforderst. Wie viele Kameras du in deinem Account verwaltest, spielt dabei keine Rolle. Ausserdem sind 100 COINS beim Kauf bereits beim Kauf inkludiert. 

Wer zusätzliche Komfortfunktionen wie die Smart Detection Zone oder unbegrenzte Kamerafernsteuerung nutzen möchte, kann flexible Pläne wie PLUS oder PREMIUM hinzubuchen. So bezahlst du nur für jene Werkzeuge, die du für deine persönliche Jagdpraxis wirklich brauchst.

Die Vorteile auf den Punkt gebracht

  • Attraktiver Anschaffungspreis: Mit 149 Franken ist die Kamera im Segment der 4G-Kameras mit Videoübertragung aussergewöhnlich günstig.

  • 100 COINs beim Kauf inkludiert

  • Echte Bilddetails: Das 45-Grad-Objektiv vermeidet Weitwinkelverzerrungen und liefert gestochen scharfe Bilder für das saubere Ansprechen.

  • Volle Kontrolle per App: Videos auf Abruf, Multi-Shot mit bis zu 9 Bildern und die 4-Punkte-Erkennungszone sparen Zeit und Nerven.

  • Kein SIM-Karten-Aufwand: Die eingebaute eSIM arbeitet weltweit mit führenden Mobilfunkanbietern zusammen.

  • Kompakt und getarnt: Das Digital Camouflage Muster fügt sich unauffällig in die Vegetation ein.

Grenzen im Einsatz

Auch eine moderne Kamera kann nicht zaubern. Wo überhaupt kein Funksignal existiert, kann auch die verbesserte Antenne keine Bilder senden. Die ICU CamGo speichert die Aufnahmen in solchen Geländekammern zwar lückenlos auf der SD-Karte, die Benachrichtigung auf dem Telefon bleibt jedoch aus, bis wieder eine Netzverbindung besteht.

Zudem solltest du in der Schweiz stets die rechtlichen Leitplanken beachten. Wildkameras dürfen ausschliesslich zur Beobachtung von Wildtieren dienen. Richte das Objektiv so aus, dass stark frequentierte Wanderwege, Hütten oder Waldstrassen nicht im Erfassungsbereich liegen. Menschen dürfen nicht gezielt erfasst werden. Aufnahmen von Personen sind umgehend zu löschen.

Einordnung

Mit der icu cam go beweist ICU CLOM, dass eine leistungsfähige 4G-Wildkamera kein Vermögen kosten muss. Der Preis von 149 Franken in Kombination mit der scharfen 45-Grad-Optik, der schnellen Auslösung und den durchdachten App-Funktionen macht sie zu einem zuverlässigen Helfer im Jagdalltag. Wenn du den Wildbestand an der Suhle oder auf dem Wechsel unaufgeregt und präzise im Blick behalten willst, ohne ständig Batterien wechseln zu müssen, triffst du mit diesem Modell eine pragmatische und wirtschaftliche Wahl.

 

FAQ

Was kostet die icu cam go in der Anschaffung?

Die icu cam go ist bei Hauptner Jagd zu einem Preis von 149 Franken erhältlich. Sie gehört damit zu den preislich attraktivsten 4G-Wildkameras mit Videoabruf auf dem Markt.

Kann die icu cam go auch Videos direkt auf mein Smartphone übertragen?

Ja. Über die ICU CLOM App kannst du aufgezeichnete Videos der Kamera anfordern und direkt auf deinem Smartphone ansehen.

Wie funktioniert die Smart Detection Zone?

In der ICU CLOM App nimmst du das aktuellste Foto der Kamera und markierst mit vier Punkten den Bereich, der dich interessiert. Bewegungen ausserhalb dieses Rahmens, wie etwa Äste im Wind, werden von der Kamera ignoriert. Diese Funktion steht in den Tarifen Plus und Premium zur Verfügung.

Muss ich eine eigene SIM-Karte für die Kamera kaufen?

Nein. Die icu cam go besitzt eine fest integrierte eSIM. Sie wählt sich standortabhängig automatisch in das stärkste verfügbare Mobilfunknetz ein.

Welche Speicherkarten passen in die Kamera?

Im Lieferumfang ist bereits eine 16-GB-SD-Karte enthalten. Bei Bedarf kannst du handelsübliche SDHC-Speicherkarten mit einer Kapazität von bis zu 128 GB einsetzen.

Wie lange reicht der Strom im Winter?

Mit normalen AA-Batterien sinkt die Leistung bei zweistelligen Minusgraden spürbar. Wer eine lange Standzeit im Winter wünscht, nutzt das ICU CLOM PowerPack für bis zu sechs Monate zusätzliche Laufzeit oder das SolarCell Pro Solarmodul für einen dauerhaften Betrieb.