Füchse reizen
Das Reizen von Füchsen ist eine besondere Kunst während der Jagd. Doch wie geht man dabei am besten vor und welche Hilfsmittel leisten Unterstützung? Alles Wichtige zum Thema stellen wir nachfolgend genauer vor.
Die Reizjagd auf Füchse - wie Jäger am besten vorgehen
Gerade wenn man als Jäger noch nicht über viel Erfahrung verfügt, was die Reizjagd auf Füchse betrifft, so ist es umso wichtiger, die erfolgversprechendsten Methoden zu kennen. Neben der Ansitzjagd, die das ganze Jahr über praktiziert werden kann, bietet sich auch der Luderplatz an. Hierbei handelt es sich um einen Ort, an dem Teile erlegten Wildes eingegraben werden. Diese Stellen locken mitunter Füchse an und beschäftigen sie eine Weile. Die dritte Möglichkeit ist die Lockjagd oder Reizjagd.
Welche Jagdeinrichtung die richtige für die Reizjagd ist
Ganz egal, welche Art der Jagdeinrichtung der Jäger wählt - wichtig ist, dass der Weg des Fuchses nicht die Spur des Jägers kreuzt. Dieser kann nämlich die Witterung auch nach mehreren Stunden noch wahrnehmen und mit Flucht reagieren.
Die Ansitzjagd in der geschlossenen Kanzel bietet den Vorteil, dass eine Tarnung nicht nötig ist und kleine Bewegungen den Jäger nicht direkt verraten. Allerdings bringt ein Hochsitz auch einige Nachteile mit sich: Das Anwechseln von Wild wird häufig nicht so gut wahrgenommen, zudem ist auch das Sichtfeld deutlich kleiner.
Die offene Kanzel bietet dagegen den großen Vorteil, dass sie einen hervorragenden Überblick bietet: Der Jäger nimmt in der Höhe Platz und kann mit seinem Fernglas die Umgebung im Blick behalten. Auch das Anwechseln von Wild wird frühzeitiger und klarer wahrgenommen. Dennoch ist Tarnung in der offenen Kanzel Pflicht - ansonsten erkennt ein anwechselnder Fuchs die Gefahr schon von Weitem und ergreift die Flucht. Jegliche Bewegungen können dazu führen, dass die Jagd zu einem Misserfolg wird.
Tipps zur Tarnung bei der Jagd auf Füchse
Jäger, die sich auf einer offenen Leiter oder auch hinter Bäumen und Büschen versteckt am Boden befinden, müssen sich richtig tarnen - ansonsten kann es sein, dass der Jagderfolg schnell ein Ende hat. Grüne Kleidung sticht zum Beispiel aus einer bräunlichen Landschaft hervor. Wenn noch dazu Schnee liegt, kann der Fuchs den Jäger bereits von Weitem sichten. Deshalb ist es wichtig, Tarnkleidung zu wählen, mit der man im Wald fast unsichtbar ist - man muss mit seiner Umgebung «verschmelzen». Kleidung mit Camouflage oder auch ein 3D-Tarnanzug können hier besonders hilfreich sein.
Besonders zu empfehlen ist die Reizjagd auf Füchse auf offenen Wiesen oder anderen unverdeckten Flächen, die einen guten Überblick bieten. Ebenso ist es von Vorteil, dass der Fuchs nicht versteckt anwechseln kann, sondern sofort vom Jäger gesichtet wird, sobald er sich nähert.
Die richtigen Reizinstrumente und wie diese verwendet werden
Für eine erfolgreiche Reizjagd können verschiedene Lockmittel zum Einsatz kommen, welche das Anwechseln des Fuchses fördern können. Zum Einsatz kommen dabei unter anderem die Kaninchen- oder Hasenklage, das Mauspfeifchen oder auch der Vogelangstschrei. Sie alle werden mit dem Ziel genutzt, einen Fuchs so nah heranzubringen, dass ein Schuss sicher sitzt. Die Unterschiede der einzelnen Instrumente liegen vor allem in der Distanz, auf die sie den Fuchs wirksam anlocken.
Sowohl der Vogelangstschrei als auch die Kaninchenklage und die Hasenklage können auf größere Distanzen eine hervorragende Wirkung mit sich bringen. Damit können sogar Füchse gereizt werden, die sich nicht einmal in Sichtweite befinden und frisch anwechseln.
Trotzdem sollte bei der Jagd darauf geachtet werden, die Reizinstrumente eher sparsam als zu häufig einzusetzen. Es spielt keine Rolle, um welches Instrument es sich handelt - sie sollten so selten wie möglich zum Einsatz kommen. Werden die Klagelaute nämlich zu häufig verwendet, reagiert der Fuchs nicht mehr darauf und sucht das Weite. Das gilt auch für Fälle, in denen sich der Jäger auf einer Leiter oder einer Kanzel befindet. Selbst Jungfüchse wissen, dass sich ein Hase normalerweise nicht in einem Baum aufhält. Damit das Tier den Schwindel nicht erkennt, ist es ratsam, während des Klagens den Kopf zu drehen. So kann der Fuchs nicht so einfach die Position des Jägers bestimmen.
Der richtige Zeitpunkt für die Jagd auf den Fuchs
Eine erfolgreiche Fuchsjagd hängt nicht nur von der richtigen Tarnkleidung oder der richtigen Jagdposition ab - auch die Jahreszeit spielt eine tragende Rolle. So ist die Reizjagd auf den Fuchs vor allem in den Wintermonaten oft erfolgreich und bietet noch dazu die Aussicht auf reife Bälge. Denn gerade in der kalten Jahreszeit sind die Tiere aufgrund der Ranzzeit um einiges aktiver als im Sommer. Sie müssen mehr Nahrung zu sich nehmen, da sie einen höheren Energieverbrauch haben und sind somit auch empfänglicher für Klagelaute. Darüber hinaus ist auch das Wetter nicht unwichtig: Der Fuchs zeigt sich eher bei schönem Wetter - regnet es oder ist es sehr stürmisch, zieht er sich oft in seinen Bau zurück.
Ein wichtiger Tipp: Besonders wichtig, dass die Töne richtig erzeugt werden, damit sie möglichst authentisch klingen. Hierfür bietet es sich an, vorher zu Hause durch Videos oder Audiodateien im Internet reale Tierlaute anzuhören und das Locken mit den Instrumenten zu üben.